Sie sind hier: Bienentagebuch
Zurück zu: Startseite
Allgemein: Sidemap Impressum AGB Datenschutz Hilfe Versand

Suchen nach:

Bienentagebuch 2012

Varroasituation 2011/2012 Winterverluste

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen das wichtigste zu unsere Betriebsweise vermitteln.

Wir denken, dass gerade für Jungimker diese Informationen wichtig sind,
damit Sie die Bienenvölker erfolgreich über das Jahr hinweg und wichtiger noch auch gesund über den Winter geführt werden.

Im Mittelpunkt unserer Betriebsweise steht ausdrücklich nicht, wie hoch die Honigernte ausgefallen ist, was nicht selten im Gesprächsmittelpunkt steht, wenn man sich z.B. mit der Imkerschaft über Bienenhaltung unterhält. Unser Fokus liegt vielmehr darauf, dass wir die Bienenvölker gesund und möglichst ohne Verluste über das Jahr hinweg führen wollen.

Daher beschäftigen wir uns bei unserer Betriebsweise intensiv mit den diversen Aspekten der Varroabehandlungsmethoden. Daneben versuchen wir auch externe Stressfaktoren (Standortwahl, Wassermangel, Futtermangel, ausreichendes Pollenangebot, Wabenhygiene usw.) für die Bienen zu vermeiden, um eine optimale Entwicklung unserer Bienenvölker sicherzustellen.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Ergebnisse der Varroasituation für die Saison 2011 (Herbstverluste 2011/Winterverluste 2011/2012/ Strategie 2012) zusammengetragen. Den Bericht können Sie hier [235 KB] downloaden.

21. Februar 2012

Mittlerweile haben unsere Bienenvölker Ihren Reinigungsflug absolviert. Die Völker sind alle sehr stark aus dem Winter gekommen. Fünf Völker haben den Winter nicht überlebt. Damit ergibt sich ein Winterverlust von ca. 3 %. Damit liegen wir wie bereits im letzten Jahr weit unter dem zu erwartetenden Durchschnitt der Winterverluste in Deutschland von ca. 30 %. Einige bringen schon Pollen von der Hasel, Schneeglöckchen und Winterlingen ein.

Da die Bienen vermutlich den Winter durchgebrütet haben und schon einiges an Futter verbraucht haben, ist es in den nächsten Wochen wichtig, die Bienenvölker regelmäßig nach Ihren Futtervorräten zu prüfen.

Falls zu wenig Futter vorhanden ist, muss eine Futterwabe (von stärkeren Völkern) umgehängt oder im Notfall mit Honig zugefüttert werden. Wir nutzen zur Notfütterung einen flachen Einwegteller, den wir in eine leerzarge den Bienen oben drauf stellen und mit Schwimmhilfen (Äste) versehen.

Damit die Bienen ungestört fliegen können, entfernen wir die Mäusegitter und reinigen die Bodenbretter.

Bienentränke bereitstellen

Zur Brutpflege benötigen die Bienen Wasser. Damit sie das Wasser in nächster Nähe vorfinden, stellen wir eine Bienentränke (umgestüplter Wassereimer auf Tonschale) bereit.

23. März 2012

Die Weide steht in voller Pracht. Die Bienen sammeln schon eifrig Pollen als Futter für Ihre Nachkommen. Nektar der Weide und der Schlehe werden auch schon an den wärmeren Standorten eingebracht.

Damit die Bienen Platz für Ihre Brut finden, müssen wir die überschüssigen Futterwaben aus den Winter herausnehmen und diese durch neue Mittelwände ersetzen. Am Rand lassen wir jeweils eine Futterwabe im Volk. Die ürbigen Futterwaben werden zwischengelagert und später den Ablegern zugegeben.

Zur Weideblütenzeit kann man die Bodenbretter einschieben und den natürlichen Milbenfall messen. Dieser sollte deutlich << 1 Milbe/Tag liegen.

Die Honigräume sind vorzubereiten, damit diese zügig aufgesetzt werden können. Wir verwenden Halb- und Flachzargen als Honigraum. Die Bienen können den Honig vom Brutnest ind den Honigraum umtragen bzw. einlagern und haben so mehr Platz für Ihre Brut. Da wir mit einer Brutraumzarge wirtschaften, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Bienen genug Raum für das Brutnest haben.

23. April 2012

Die Krischblüte ist schon langsam abgeblüht. Spätestens jetzt kann ein Honigräume (wir verwenden Halb- oder Flachzargen) über ein Absperrgitter aufgesetzt werden.

Des Weiteren sollte geschaut werden, dass die Futterwaben entfernt (eine Futterwabe am Rand kann bleiben) werden und durch leere Mittelwände ersetzt werden. Auch kann eine Drohnenwabe zum Ausbauen eingehängt werden, die in nach 18 Tagen wieder herausgenommen werden sollte. Da die Varroen vorzugsweise sich in Drohenbrut aufhalten, kann man so schon frühzeitig die Varroabelastung reduzieren. Auch Ablegerbildung trägt sehr gut zur Varroareduzierung bei. Wenn die Völker stark sind, kann man eine Brutwabe von jedem Volk entfernen und zu einem Sammelbrutableger zusammensetzen.

In den nächsten Tagen soll es merklich wärmer werden. Der Raps dann in Vollblüte bringt hoffentlich viel Nektar für die Bienen.

Bei kleinen Völkern sollte man immer wieder die Futtervorräte kontrollieren.

Ach ja, die Bienentränke nicht vergessen und regelmäßig mit Wasser auffüllen. 200 ml Wasser benötigt ein Volk je Tag !